Vorschau

 

Sommerausstellung

Erlesen. Angelika Kauffmann und die Literatur

1. Mai – 31. Oktober 2026

Die Ausstellung spürt den Geschichten nach, die Angelika Kauffmann (1741–1807) in ihren Bildern erzählt. Auf welche literarischen Vorlagen griff die Künstlerin für ihre Werke zurück? Wer sind die dargestellten Figuren? Welche Szenen und Textstellen wählte sie aus und wie setzte sie das Geschehen ins Bild? Diese und andere Fragen werden anhand von Originalgemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken aus allen Schaffensperioden der Malerin genauer beleuchtet. Ergänzt wird die Präsentation durch Briefe, Ideenskizzen und Ölstudien, die faszinierende Einblicke in den Werkprozess geben – von den ersten Bildern im Kopf bis zum fertigen Gemälde.

Die einzelnen Kapitel spannen dabei einen Bogen von den Epen und Tragödien der Antike über William Shakespeare und den italienischen Renaissancedichter Torquato Tasso bis zum Zeitalter der Aufklärung, zu den Schriften Voltaires und zu berühmten Zeitgenossen der Künstlerin wie Goethe, Herder und Klopstock. In der Gegenüberstellung von Texten und Bildern zeigt sich, dass Angelika Kauffmanns Gemälde Auge und Geist zu gleichen Teilen ansprechen und demnach nicht nur betrachtet, sondern auch gelesen werden wollen.